Karte Saalkreis    
  Wochenspiegel: " Pokale und Ehrenkreuz - Angriff im Laweketal "
   


Schochwitz (ks)
Wenn es darum geht, in Windeseile einen "Löschangriff Nass" zu starten, sind die Feuerwehrmänner aus Kahlwinkel (Burgenlandkreis) einfach nicht zu schlagen. 0,3425 Minuten zeigte die Stoppuhr am Samstag beim mittlerweile 11. Wettstreit um den Luppholupokal für sie an. Etwas mehr als eine Drittel Minute, um Wasserschläuche über 90 Meter auszurollen und 12 Liter Löschwasser in die Zieleinrichtung zu pumpen. Für Gastgeber Hans-Jochen Rost, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schochwitz und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Saalkreis e.V., stand nach vollbrachter Leistung der Kahlewinkeler fest: "Die Vorjahressieger haben auch diesmal die Nase vorn". Bange, dass sie bei Brandeinsätzen zu langsam sein können, müssen weder Gollmaer (Platz zwei für die Männer, Platz drei bei den Frauen), die Schochwitzer (die Herren auf Platz drei, die Damen als Zweitplatzierte) oder die Höhnstedter (bei den weiblichen Schülern die Besten) sein. Alle blieben beim "Löschangriff Nass" unter einer Minute.


Und los! Im Dauerlauf zu Schläuchen und Pumpen. Auch für die Jugendmannschaft der FFW Schochwitz ging es beim "Löschangriff Nass" um Sekunden.
Fotos: K. Schalow

Als wahre Power-Frauen erwiesen sich die Damen aus Teutschenthal. 0,4813 Minuten - das war eine phantastische Leistung. Und auch die Sieger bei den Jugend- und Schülermannschaften - beide Male kamen sie aus Großkugel - brauchten sich mit ihren 0,4379 bzw. 0,4534 Minuten nicht zu verstecken.


Gespannt verfolgt Wehrleiter Hans-Jochen Rost (noch ohne Ehrenkreuz), wie sich seine Jungs schlagen, während Danny Eigel am Saugkorb für ausreichend Löschwasser sorgt.

51 Mannschaften (Männer, Frauen, Jugend und Schüler) von den Freiwilligen Feuerwehren aus dem Saalkreis, dem Burgenlandkreis und dem Landkreis Köthen waren im Laweke-Tal zum Kampf um den Luppholzpokal angetreten. Insgesamt 400 Kameraden, die jüngsten 10 Jahre alt, weit über 50 die Ältesten, waren als Löschwasser-Zielspritz-Athleten angetreten.


Mit ganzem Einsatz: 90 Meter bis zur "Zieleinrichtung".

Weniger um Sekunden ging es beim Einsatz von Landrat Knut Bichoel im Schochwitzer Luppholz. Er hatte die Familienfeier zu Hause in Landsberg hinten angesetzt, um höchstpersönlich Hans-Jochen Rost und Achim Stephan, Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Saalkreis e.V., das "Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold", die höchste Auszeichnung für Deutschlands Brandbekämpfer, an die Brust zu heften.