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"Wir hatten alle schreckliche Angst." Wie Barbara Depping, Bürgermeisterin der Saalkreis-Gemeinde Wallwitz, werden viele Einwohner die Nacht nicht vergessen. Wie Depping berichtete, breiteten sich in der Nacht Qualm und Brandgeruch im Dorf aus. Kurz vor 3 Uhr läutete in der Rettungsleitstelle in Halle das Notruf-Telefon. Zehn Minuten später trafen die ersten Löschfahrzeuge ein. Große Flammen, die aus einem Dachstuhl am Gutshof schlugen, wiesen ihnen den Weg. Es brannte genau das Haus, auf dem die Wallwitzer Alarmglocke installiert war - die Sirene blieb mithin stumm. "Die Dachbalken brannten
wir Zunder" In großer Sorge verfolgten viele Anwohner, wie die elf Feuerwehren aus dem nördlichen Saalkreis versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Kreisbrandmeister Ralf Herrmann: "Die Dachbalken brannten wie Zunder. Die einzige Chance lag in einem Löschangriff von allen Seiten." Die Brandbekämpfung dauerte bis zum Mittag. Unmittelbar anschließend begann die Kriminalpolizei mit der Untersuchung der Brandursache. Ein Ergebnis lag noch nicht vor. Große Gefahren gingen von dem ungewöhnlich
starken Funkenflug aus. Anfangs trug der starke Wind die
brennenden Teilchen bis über hunderte Meter in dicht
bebaute Umgebung. Bürgermeisterin Depping: "Ich
rechnete mit dem Schlimmsten." Unmittelbare Gefahr
bestand nicht nur für den Sitz der
Verwaltungsgemeinschaft"Götschetal-Petersberg".
Die Entfernung vom Brandherd zu den Häusern, deren Dach
laut Depping aus Holz und Pappe besteht, betrug nur
wenige Meter. Auch einige Geschäfte, die sich in den
vergangenen Jahren im weitgehend renovierten Gutshof
etabliert hatten, entgingen nur mit viel Glück
größerem Schaden. Schlimm hätte es auch für die erst
kürzlich aufwändig sanierte Lehmbauschule ausgehen
können. |