Karte Saalkreis    
  MZ - Bericht: " Feuerwehr vor der Kamera "
   


In vollem Galopp in Richtung Feuersbrunst - Kameraden aus Osmünde eilten in historischen Uniformen dem Einsatzort entgegen. Die Spritze war eine Leihgabe der Wehr aus dem benachbarten Großkugel, die die alte Technik liebevoll instand gesetzt hatte.


Osmünde/Plößnitz/MZ.
Zwei anstrengende Drehtage liegen hinter den Feuerwehrleuten aus Osmünde. Mit profesioneller Unterstützung drehten sie einen Film in eigener Sache. Anlass des Streifens: ein seltenes Jubiläum des dörflichen Brandschutzes.
Wie ein Fund vor kurzem belegte, kam eine Spritze aus Osmünde bereits vor über 190 Jahren zum Einsatz.

"Die Fabel des Kurzfilmes erinnert an die damaligen Ereignisse", sagte Feuerwehrmann Ingolf Brömme, der das Drehbuch entwarf. "Es ist eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit." Die Szenen wurden an den originalen Schauplätzen nachgestellt. Ausgangspunkt für Brömme war ein Exemplar des Nachrichtenblattes der Landelektrizität Saalkreis-Bitterfeld vom Februar 1932. Darin berichtete ein Autor über historische Feuersbrünste im Saalkreis. Dazu gehörte offenbar auch jener Scheunenbrand in Plößnitz, zu dem die Osmünder Wehr 1811 ausrückte. Wie aus dem Pressebeitrag hervorging, erhielten die Brandbekämpfer eine Prämie in Höhe von 2 Talern. Brömmes Erklärung: "Die Osmünder waren am schnellsten da. Und sie retteten damit ein Nachschublager der napoleonischen Truppen." Ausschnitte des Filmes waren auch im MDR zu sehen, der auch das Aufnahmeteam stellte.
Nächstes Jahr, wenn das Brandschutz-Jubiläum gefeiert wird, soll der Streifen in Osmünde über die Leinwand flimmern.


Aufnahmetermin vor dem Osmünder Gerätehaus - die Männer in Zunftkleidern sollen an die Einweihung vor 110 Jahren erinnern.